Fisch ist gesund!
Diese Woche hat Küchenchef Straub für sein Gericht der Woche wieder einen Fisch ausgesucht. Mit gutem Grund ist seine Entscheidung dieses Mal auf die Scholle gefallen, enthält diese doch nach neuesten Erkenntnissen einen ganz besonderen Inhaltsstoff, der den Zuckerstoffwechsel des Körpers begünstigen soll. Neueste Studien der Ernährungswissenschaftler kommen nämlich zu dem erfreulichen Ergebnis, dass der wöchentliche Verzehr eines Schollengerichts den menschlichen Körper vor der im Alter häufig auftretenden Diabetes schützt.
Die Scholle ist im Übrigen die in unseren Breiten bekannteste Plattfischart. Erkennbar ist sie an ihrem charakteristischen, rund um den Körper angeordneten Flossensaum und den vier bis sieben Knochenhöckern entlang der Kopfmitte. Das augenfälligste Merkmal dieser Fischart sind aber die rötlichen Flecken. Wenn die Scholle älter ist, können diese Flecken außerdem einen hellen Rand aufweisen. Am häufigsten finden wir den Fisch im nördlichen Atlantik, wo er sich auf sandigen und gemischten Böden bis rund 200 Meter Tiefe aufhält.
Das sind allerdings nicht die maßgeblichen Gründe, warum Herr Straub diesen schmackhaften Fisch für Sie ausgewählt hat. Vielmehr sind es sein geringer Fettgehalt, der dafür sorgt, dass 100 Gramm Scholle lediglich 80 Kalorien aufweisen sowie der hohe Vitamin B Gehalt, der für zwei Tage den diesbezüglichen Bedarf abdeckt. Beliebt ist sie darüber hinaus auch wegen ihres sehr zarten Fleisches, das allerdings beim Braten leicht zerfällt. Unser Gericht der Woche wird aber sicher nicht zerfallen, sondern mit wohlschmeckenden dazu passenden Beilagen serviert.
Sie sollten jedoch, auch wenn Ihnen unsere Scholle noch so gut schmeckt, ein wenig darauf achten, dass Sie diese nicht zu schnell verspeisen. In der Scholle verstecken sich nämlich relativ viele Gräten und die sollten Sie nicht mit aufessen. Besonders auf Kinder müssen Sie also beim Genuss der Scholle ein wachsames Auge werfen. Ansonsten freilich können Sie unser Schollengericht bedenkenlos genießen. Wenn Sie es nachkochen möchten, finden Sie dazu die entsprechende Anleitung unter dem Rezept der Woche von 25.1. – 31.1. 2010.
Dr. Günter Heidinger